Fiesta Mexicana in Nackenheim – Sitzungen der Entenbrüder eine Party unter Freunden
Unter dem Motto „Der CVE erhellt das Alltagsgrau, mit Fiesta, Hossa und Helau!“ feierte der Carneval-Verein Entenbrüder die Fastnachtskampagne 2026 mit zwei Kostümsitzungen und einer Damensitzung. Dabei bewies der CVE einmal mehr, dass es die Entenbrüder verstehen ein Programm auf die Beine zu stellen, dass Jung und Alt gleichermaßen zu begeistern versteht.
Das Publikum des CVE zeigte schon bei der Auswahl seiner farbenfrohen Kostüme zum Thema Mexiko und dem „Dia de los Muertos“, dass es ganz auf eine riesige Fiesta eingestellt war.
Die Entenbrüder stellten für jede ihrer drei Sitzungen ein hochkarätiges Programm zusammen, bei dem sich die besten und bekanntesten Aktiven der Fastnacht auf der Rostra des CVE versammelten, um aus jeder Veranstaltung eine einzige Party zu machen und tatsächlich die Alltagssorgen für einige Stunden vergessen zu lassen.
Der CVE bot seinem Kinderballett, den CVE-Kücken, die Möglichkeit das Ergebnis wochenlangen Trainings, seinem großen Publikum auf den Kostümsitzungen zu präsentieren. Zum Thema „Biene Maja“ tanzten sich die jüngsten im Verein in die Herzen der Zuschauer. Mit einer Kuscheldecke, auf der alle 16 Kücken unterschrieben haben, verabschiedeten sie Co-Trainerin Melissa Hofmann. Die zweite Trainerin Manuela Andresen wird mit neuer Unterstützung die Kücken in die nächste Kampagne führen.
Ebenso brillierte das Jugendballett, die CVE-Dancing-Ducks, mit ihrem Gardetanz. In nur drei Jahren hat es die Trainerin Maren Sehnen geschafft, die 14 jungen Tänzerinnen zu Höchstleistungen zu motivieren, die vom Publikum mit langanhaltendem Applaus belohnt wurden.
Beim „Hobby Horsing“ in Wild-West-Manier stellten die Männer des CVE-Pümpelballetts ihr Können unter Beweis. Auch wenn Bürgermeister und Komiteemitglied René Adler bei diesem Programmpunkt kurzzeitig an den Marterpfahl gestellt wurde (bei der Damensitzung ersatzweise Woody Feldmann) wurde niemanden ein Haar gekrümmt. Denn die Trainerinnen Jasmin Schlager und Andrea Wolf hatten mit den 15 gestandenen Männern eine Show einstudiert, bei der der Spaß ganz klar im Vordergrund stand. Und spätestens als Alexander Schlager dann auch noch das neue Pümpelballet-Lied anstimmte, übertrug sich der Spaßfunke auch auf das Publikum.
Gesungene Freude brachte Vereinsmitglied Birgitt Menger auf die Bühne, die zum Ende der Sitzungen, zusammen mit Thomas Doll, Jürgen Baumgart und Markus Leber (die beinen letzteren auch bekannt als das Duo „Die Altstadt-Bube“) das Finale des CVE bestritt. Mit „Olè Fiesta“ bis „Speed Gonzales“ stand die Musikauswahl im Finale mit vielen CVE-Aktiven ganz im Zeichen der Fiesta Mexicana und bildete einen gelungenen Abschluss der über fünfstündigen Sitzungsprogramme.
Bei der Damensitzung musste Sitzungspräsidentin Yvonne Hees leider aussetzen und Luisa Schuck führte souverän und sympathisch durch das, auf die Damen im Saal zugeschnittene, Programm. Oliver Mager heizte ihr, den Damenkomitee der Entenschwestern und dem Publikum schon zu Beginn der Damensitzung mit seinen bekannten Liedern kräftig ein. War es doch draußen, durch Schnee und Eis ziemlich kalt. Die Betriebstemperatur wurde dann noch einmal erhöht, als Tobias Paltz in seine Paraderolle als Bauer Sepp die Bühne betrat. Darauf mahnten die Altrheinstormer, Thomas Wucher, Uwe Hager und Benedikt Feldmann, als Panzerknacker: „lasst euch nicht erwischen!“
Pizzabäcker Ciro Ciro Visone kam nicht ohne seinen Ohrwurm „Ciro, mach Amore mit mir“ von der Bühne. Am Marterpfahl wurde Woody Feldmann zum Ende des Auftritts des CVE-Pümplerballetts auf die närrische Rostra geleitet. Woody heizte die Stimmung noch weiter an, bevor es in die Pause ging.
Mit den Altstadt-Buben Jürgen Baumgart und Markus Leber nahm die Sitzung wieder Fahrt auf. Mit dem Lied „Immer wenn der Zug durch die Altstadt geht“ fühlten sich die Damen im Publikum direkt zu einer Polonaise inspiriert. Danach berichtete Kättl Feierdaach alias Jutta Hinderberger urkomisch von Weihnachten und den Enkelkindern. Mit dem Männershowtanz der First Generation (Janzztanzgruppen Dienheim, Trainerinnen: Julia Schwarz, Jennifer Seitz) gab es einen Abstecher nach Bella Italia, bevor der „Clown mit Wackelkontakt“ Oliver Betzer (De Härtschd) ein weiteres Mal die gute Laune im Saal anfeuerte. Mit der Easy-Rider-Show der Mainzer Klinikathleten (Leitung: Lothar Schlömer) und dem CVE-Finale endete die aufgeheizte Sitzung nach gut fünf Stunden und der CVE entliess die Damen wieder in die kalte Nacht.
Auch die CVE-Kostümsitzungen boten dem Publikum einen hochkarätigen Querschnitt durch die Meenzer Fassenacht. Wie gewohnt, starteten alle Sitzungen mit dem Einzug des Komitees, begleitet durch die Bodenheimer Schoppengarde (Leitung Volker Schäfer), der Mainzer Freischützen Garde und weiteren Gardisten. Traditionell stand zu Beginn des Programms das Protokoll – beim CVE im 34. Jahr vorgetragen durch Sitzungspräsident Gerd Zimmermann. Er sparte dabei nicht an pointierter Kritik der Bundesregierung, Handynutzern, KI und dem amerikanischen Präsidenten Trump. Themen boten die zurückliegenden Wochen schließlich genug, die dann auch vom Advokat des Volkes Rüdiger Schlesinger und vom Deitsche Michel Bernhard Knab aus der Bütt glossiert wurden. Auch der Enkel von Bernard Knab, Marian Butscher, leistete als Jungreporter Butsch seine Beitrag zur Sparte politisch-literarischer Fastnacht.
Den Bereich Kokolores vertraten Jürgen Wiesmann als Ernst Lustig in Bestform, Allegra Bob als die Chefin vom Hähnchengrill und Marcus Schwalbach, der als Gardist um die Aufnahme bei den Hofsängern bemüht war. Apotheker Jens Baumgärtner, Nachtwächter Adi Guckelsberger und Hansi Greb in seiner Paraderolle als Hobbes zeigten gegen Ende der Sitzung, dass sie zu recht zu den gefeierten Redner in Mainzer Raum gehören. Schafften sie es doch, auch zu fortgeschrittener Stunde noch einmal viele Ui-Jui-Jui und Au-Au-Aus zu ernten. Unter den Klängen von Sinatras My Way verabschiedete sich Hansi Greb, der seit mehr als 30 Jahren zur Stammbesetzung des CVE gehört, auch in Nackenheim von der närrischen Bühne und versetzte sich in den Redner-Ruhestand.
Als Guntersblumer Klicker-Bube zum Mindestlohn angekündigt, entpuppte sich die Herpes House Band mit skurrilen Ideen und sogar dreistimmigen Gesang zweifelsohne als die unbezahlbaren Könige des Kokolores. Dabei brachten die aus Nackenheim stammenden Jungs der Herpes House Band, Jakob Reifenberger, Jonas Becker, Dominik Bastian, Henri Bick und Aaron Lang viel, eigens für ihren Auftritt beim CVE gereimten, Lokalkolorit auf die Bühne und ernteten dafür nicht nur bei den einheimischen Gästen Standing-Ovation. Musikalisch verabschiedeten sie sich mit dem „Bus nach Lörzweiler“.
Als Ignaz „switschte“ Markus Schönberg zum Meenzer Marktfrühstück und animierte das Publikum zu mitsingen: „Wann wird das Frühstück wieder richtig?“. Er riss das ausgelassene Publikum ebenso von den Stühlen, wie Handkäs‘ un soi Mussig (Dirk Stetter, Oliver Wiesmann und Band), die mit Ihren Liedern den Zeitgeist trafen. Auch Laura Heinz, die bei den Entenbrüdern erstmals auf der CVE-Bühne stand, besang ihre Liebe zur Vaterstadt Mainz, die sie während dessen auf Nackenheim ummünzte. Das Komitee überraschte Laura Heinz und später auch den Sänger Oliver Mager mit einer spontanen Cheerleading-Pompom-Choreografie im Background und hatte sichtlich genau so viel Spaß, wie das Publikum.
Feierlich wurde es, als die Mainzer Hofsänger (unter der musikalischen Leitung von Andreas Leuk) ihr musikalisches Programm zu ihrem einhundertsten Jubiläum präsentierten und die Zuschauer auf eine Zeitreise mitnahmen, die mit den Klassikern der Hofsänger endete. Die neue Technik bei den Entenbrüdern von Full House Eventtechnik (Kjell Raaz) sorgte für eine hervorragende Übertragung des Chores und konnte so, das von den Hofsängern selbst zitierte Vorurteil, „die versteht mer net!“ entkräften. Generell trug die neue Technik erheblich zum Erfolg der Sitzungen bei. Ebenso, wie das Orchester des KMV Gau-Bischofsheim, unter der Leitung von Dirigentin Astrid Hübner, das erstmals als neue Haus- und Hofkapelle, mit überdurchschnittlich vielen Tuschs bei den Sitzungen der Entenbrüder gefordert war.
Tänzerisch zeigten die Sweet Honeys (TSC Dienheim, unter der Leitung von Andrea Henkel & Céline Everding) als gestiefelte Kater einen Showtanz auf allerhöchstem Niveau. Die Showtanzgruppe eXpressivo Bechtolsheim (Trainerinnen: Tanja Gerster & Christina Michel) entführten das närrische Auditorium als Chamäleons in den Dschungel. Beide Tanzgruppen überzeugten mit Tanz, Akrobatik, den Kostümen und ihrer Musikauswahl und durften natürlich nicht, wie die vielen Aktiven, ohne eine Zugabe und „Oh, wie ist das schön“ von der Bühne. Dabei lobte Sitzungspräsident Gerd Zimmermann die große Aufmerksamkeit des Nackenheimer Publikums, die andernorts leider nicht mehr selbstverständlich sei und danke als 1. Vorsitzender allen Entenschwestern und Entenbrüdern, die durch ihren unermüdlichen Einsatz eine solche bombastische Fiesta erst ermöglichen.
Fazit: Die Sitzungs-Kampagne 2026 beim CVE beweist einmal mehr, warum die Entenbrüder zu einem der beliebtesten Vereine an der Rheinfront gehören. Versteht man es doch hier, die traditionelle Saalfastnacht alljährlich immer wieder mit neuen Impulsen, einer ansteckenden Herzlichkeit und dem mitreißenden Enthusiasmuns der Akteure in der Narrhalla Carl-Zuckmayer-Halle zu feiern… CVE, Olé!
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