Der CVE startet mit einer opulenten Ordensrevue ins Jubiläumsjahr

Die Entenbrüder feierten am Samstag den 11. Januar ihren 125. Geburtstag in der Carl-Zuckmayer-Halle in Nackenheim. Rund 180 Gäste waren der Einladung zur Jubiläums-Ordensrevue gefolgt. Darunter zahlreiche Gratulanten der Carneval-Vereine aus dem Umland, der großen Vereine aus Mainz, der befreundeten Garden sowie viele CVE-Mitglieder.

Schon in seiner Begrüßung stellte der 1. Vorsitzende des CVE Gerd Zimmermann klar, dass diese Akademische Feier keineswegs eine trockene Angelegenheit werden soll. Dafür sorgten allein schon die ausgesuchten Weine, die in der programmbegleitenden Weinprobe von den Winzerinnen, Winzern (Schmitz, Sans-Lorch, Gunderloch, Zimmermann und Binz) und der letztjährigen Weinprinzessin Elini I. (Gauer) vorgestellt wurden.

Das Programm selbst war in der Tat eine Revue, die das Publikum in den Bann zog. Heinz-Otto Grünewald und Andreas Kerz unterhielten die Gäste mit humorvollen Geschichten und Sketchen. Dabei zitierten die beiden natürlich auch aus dem fröhlichen Weinberg – hatten sie doch bei der Carl-Zuckmayer-Gesellschaft jahrelang die Rollen des Gunderloch und des Knuzis verkörpert. Der fröhliche Weinberg, untrennbar mit Nackenheim verbunden und Durchbruch des Dramatikers Carl Zuckmayer, wurde vor 100 Jahren in Berlin uraufgeführt. Dieses Jubiläum, der Bezug zur Region und dem Wein passten also hervorragend in den Rahmen des Entenbrüder-Jubiläums.

Ebenso passend war der musikalische Rahmen gewählt: Sänger Denis Wittberg und sein Pianist Jörg Walter Gerlach unterhielten virtuos das begeisterte Publikum mit Evergreens der 1920er Jahre. Selbst der „Sternenhimmel“ aus der Neuen Deutschen Welle wurde im Stil der golden Zwanziger zum Ohrwurm. (http://www.deniswittberg.com)

Ein wenig nachdenklich wurde es mit dem Beitrag der „Dienstältesten CVE-Matinee-Besucherin“ Gaby Reichardt (bekannt aus ihrer Tätigkeit beim hessischen Rundfunk). Seit über 50 Jahren hält sie den Entenbrüdern die Treue und hat stets einen Text im Gepäck, den sie gekonnt mit ihrer kräftigen und angenehmen Stimme zum Vortrag bringt. Dieses Mal fiel ihre Wahl auf Texte von Heinz Schenk, der in diesem Jahr 100 geworden wäre.

Die Gratulanten Ortsbürgermeister René Adler, selbst aktives Mitglied der Entenbrüder, Hans Busch von den Schlotten Schifferstadt und Angelika Berg, die Vorsitzende der Mainzer Freischützen Garde sowie der Kinderprinz von 1957 Hans-Walter Sans betonten auf der Bühne ihre Verbundenheit zum CVE. Sie nahmen Bezug auf die Geschichte der Entenbrüder und würdigten die Bedeutung des Vereins für die Fastnacht, die Region und die Menschen in Nackenheim. CVE-Ehrenvorsitzender Enno Janssen nahm Bezug auf die schwierigen Zeiten, die einem Fastnachtsverein abverlangen, sich immer wieder neu zu justieren und anzupassen. Alle trugen, so wie es in der Einladung gewünscht war, einen CVE-Orden aus vergangen Tagen und hatten dazu die persönliche Geschichte parat.

Schon zu Beginn dankte der Vorsitzende Gerd Zimmermann allen, die dazu beigetragen haben, dass die Entenbrüder da stehen, wo sie heute sind. In Besonderer Weise wurden dabei die Verdienste der Schatzmeisterin Barbara Knab gewürdigt. Ihr wurde dazu die Auszeichnung Entenschwester des Jahres zuteil. Zusammen mit dem CVE-Catering-Team (Martina Muth, Moni Hassemer, Andrea Wendel, Luisa Schuck und Thorsten Henn) sorgte sie u. a. für die kulinarischen Highlights aus der Küche.

Der Abend mit seinem fast vierstündigen Programm dürfte keine Wünsche an einen würdigen Auftakt zum Jubiläumsjahr der Entenbrüder offen gelassen haben: traditionsreich, unterhaltsam und stilvoll … was will man mehr?

Fotos: Leo Bernard